30 Jahre Audi Quattro Jubiläum mit Vieren

29.03.2010

Es war ein Coup, als Audi 1980 den Quattro vorstellte. Vor genau 30 Jahren, zum Genfer Autosalon zeigten die Ingolstädter ein Coupé mit 200-PS-Turbo und Allradantrieb

Die Idee war einfach: Audi-Ingenieur Jörg Bensinger verblies Ende der Siebziger bei Erprobungsfahrten im Norden Finnlands die viel stärkeren Turbo-Prototypen mit einem 75 PS starken VW Iltis. Der Vorteil des Iltis war sein Allradantrieb. Wieder zu Hause in Ingolstadt, überzeugte er Audi-Chef Ferdinand Piëch von seinem Plan eines leistungsstarken Coupé mit Allradantrieb.

In den ersten Prototypen kombinierten die Techniker einen Turbo-Fünfzylinder aus dem Audi 200 mit dem Allradantrieb des Iltis. Als Erprobungsträger dienten angepasste Karosserien des Audi 80. Problematisch war allerdings der starre Durchtrieb zwischen den Achsen. Von der Gattin des damaligen VW-Entwicklungschefs Fiala ist der Satz überliefert: „Der Wagen hüpft“. Sie hatte den Prototypen in der Stadt genutzt. In engen Kurven verspannte sich der Antriebsstrang, weil kein Differenzial die unterschiedlichen Drehzahlen der Räder ausgeglichen hat.

Die Lösung des Problems war eine hohl gebohrte Welle. In der Abtriebswelle vom Getriebe laufen die Antriebswellen für die Vorderräder, das Zentraldifferenzial sitzt hinter der Welle und verteilt die Antriebskraft je zur Hälfte auf Vorder- und Hinterachse. Im Prinzip funktioniert der Quattro-Antrieb noch heute so, allerdings wurde die Steuerung verfeinert und veränderte Bauteile verbessern die Fahrdynamik und die Effizienz des Allradantriebs.

Nach fast drei Jahren Erprobung zeiget Audi auf seinem Stand in Genf ein perlmuttweiß lackiertes und ziemlich kantiges Coupé. Der Quattro hatte einen 200 PS starken 2,1-Liter-Fünzylinder-Turbo unter der Haube und lief damit 222 km/h Spitze. Ein Auto, das von der damals biederen Marke kaum jemand erwartet hatte. Als Audi den Quattro im Motorsport einsetzte, gab es kein Hlten mehr: Reihenwesie fuhr das Allrad-Coupé der Konkurrenz um die Ohren. Fahrer wie Stig Blomqvist und Walter Röhrl zementierten die Legende von der Überlegenheit des Allradantriebs auf Schotterpisten.

1982 kam die Mittelklasse-Limousine Audi 80 mit Quattro auf den Markt, ab 1984 konnte der Allradantrieb für die großen Limousinen 100 und 200 bestellt werden. Mit dem V8 versuchte Audi 1988, in der Luxusklasse Kunden zu erobern. Doch trotz Allradantrieb griff das Konzept nicht ganz, erst der Nachfolger A8 mit Alukarosserie kam auf höhere Stückzahlen.

Den Quattro schließlich pflegte Audi weiter, 1989 kam ein Vierventil-Motor mit 220 PS unter die kantige Haube. Als Audi den Quattro 1991 auslaufen ließ, waren 11.452 Stück gebaut worden. Dazu kamen 214 Quattro Sport, die als Homologationsmodell dienten. Der Sport hatte 306 PS und einen verkürzten Radstand. Der Erfolg des Allradantriebs ging hingegen in die Verlängerung, mittlerweile hat jeder dritte produzierte Audi Quattro an Bord.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG

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