25 Jahre Audi Sport quattro Basis des Urviech

01.04.2008

Vor 25 Jahren kam der Audi Sport quattro auf den Markt - und veränderte die Sportwagensituation in Deutschland nachhaltig. Eine Hommage an den "Kurzen" Audi

Verkehrte Welt 1983: Auf der IAA in Frankfurt recken sich die staunenden Köpfe nicht auf dem Messestand von Porsche oder Ferrari, sondern bei Audi. Die Ingolstädter zeigen auf Basis des bereits bekannten quattro eine neue und starke Sportversion. Und die hat es in sich:

Speziell für den Rallyesport ist die auf 220 Exemplare limitierte Baureihe entwickelt worden. Unter der leichten Motorhaube steckt ein turboaufgeladener Fünfzylinder mit 306 PS. Damit ist der Sport quattro das stärkste deutsche Serienauto des Jahres 1983 - Porsche hat mit dem 300 PS starken 911 Turbo das Nachsehen. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h setzt Audi Maßstäbe. Doch die erhöhte Motorleistung des Ingolstädters ist nicht alles. Das Besondere an dem Audi ist sein um 32 Zentimeter auf 2,20 Meter gekürzter Radstand. Dadurch ist er wendiger in engen Kurven, aber auch unruhiger bei Topspeed. Schnell hat der Sport quattro seinen Namen weg: der Kurze.

Die Karosserie ist aus Aramid- und Glasfaser-verstärktem Kunststoff sowie Carbonfaser/Kevlar-Verbundstoffen gefertigt. Das spart Gewicht, treibt allerdings auch den Preis in die Höhe. Mit 203.850 Mark ist der bei der Karosseriefirma Bauer in Stuttgart gebaute Sportwagen fast doppelt so teuer wie das Sportwagen-Urmeter Porsche 911 Turbo.

Dennoch kaufen rund 170 Privatkunden den starken Audi. Die restlichen Fahrzeuge werden für Rennserien aufbereitet. In der Rennklasse Gruppe-B steht der Audi 1984 in Korsika das erste Mal an der Startlinie. Anfangs erweist er sich jedoch als sehr unhandlich. Erst nach und nach gewöhnen sich die Fahrer an den Kurzen. Mit Stig Blomqvist am Steuer gewinnt der quattro im gleichen Jahr endlich die Rallye Elfenbeinküste.

Im Rahmen der FIA-Gruppe-B-Regeln wird das Auto optimiert und erhält üppigere Spoiler und Flügel, um auch in Kurven vollen Abtrieb auf den Achsen zu bieten. In San Remo gewinnt Walter Röhrl 1985 spektakulär auf dem Quattro.

1986 zieht sich Audi mit dem quattro nach einem schweren Unfall in Portugal aus dem Rallye-Sport zurück. Allerdings nur für kurze Zeit, denn ein Jahr später rast Walter Röhrl in dem stärksten jemals gebauten quattro S1 den Pikes Peak hinauf. Mit 598 PS und großen Flügeln bezwingt er die rund 20 Kilometer lange Bergstrecke in unter elf Minuten. Bis heute wurde dieser Rekord von keinem Fahrzeug mit Frontmotor unterboten. Eine starke Leistung.
hob

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