Opel Astra K (2015): Fahrbericht Unterwegs im neuen Opel Astra

Wie schlägt sich der neue Opel Astra K im ersten Fahrbericht? Wir durften ans Steuer der neuen Kompaktklasse-Hoffnung aus Rüsselsheim und haben den ewigen Rivalen des Klassenprimus aus Wolfsburg unter die Lupe genommen.

Sie sprechen vom Quantensprung beim neuen Opel Astra K (2015) und wollen sogar die Oberklasse ärgern: Wenn Opel am 10. Oktober zu Preisen ab 17.260 Euro endlich den neuen Astra ausliefert, nehmen die Hessen den Mund ziemlich voll. Aus guten Grund, mag man meinen: Schließlich sieht der neue Fünftürer klasse aus, weil sich die Karosse strammer und straffer um die etwas knappere Konstruktion spannt, der Blick entschlossen, der Stand breit und das Heck knackig ist. Und spürbar mehr Platz als früher bietet er Opel Astra obendrein. Doch wenn man einsteigt und zur ersten Ausfahrt mit dem Hoffnungsträger startet, macht sich ein wenig Enttäuschung, nun ja, zumindest Ernüchterung breit. Nicht weil das Auto schlecht wäre. Sondern weil Opel mit all dem PR-Brimborium der letzten Monate Erwartungen geweckt hat, die wahrscheinlich selbst ein Kompakter von Bentley nicht erfüllen könnte.

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Opel Astra K  Leichter und agiler, aber Premium?

Hartplastik in der unteren Hälfte das Armaturenbretts oder der popelige Deckel für die 12-Volt-Buchse, der einem auf dem Mitteltunnel förmlich ins Auge springt, wollen zum Beispiel einfach nicht zum selbst erklärten Premium-Anspruch passen. Genau wie die grobschlächtige Bedruckung der Lenkstockhebel. Der neue Schlüssel sieht nobel aus, liegt aber billig in der Hand. Und das Cockpit wirkt in Zeiten digital animierter Instrumente angestaubt und altmodisch wie das erste iPhone neben dem neuen 6s.

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Damit wir uns nicht falsch verstehen. Der Astra ist deshalb kein schlechtes Auto. Im Gegenteil: Es ist imposant, wie die Ingenieure durch radikalen Leichtbau bis zu 200 Kilo aus der Konstruktion heraus geholt haben. Das spürt man in jeder Kurve, wo sich der Astra agil und leichtfüßig anfühlt. Man merkt es beim Beschleunigen, wenn der Astra viel spontaner antritt und viel schneller in Fahrt kommt als früher. Und man profitiert davon an der Tankstelle, wo der Astra künftig seltener anzutreffen ist. Nicht umsonst kommt der sparsamste Diesel jetzt schon ohne irgendwelche Öko-Editionen auf einen Verbrauch von 3,4 Litern.

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