Fiat New 500 (Preis): Genfer Autosalon 2017 Fiat 500 Sondermodell in Genf

von Julian Islinger 07.03.2017
Inhalt
  1. New 500 Sondermodell auf Genfer Autosalon 2017
  2. Das Facelift des Fiat 500 bleibt dezent
  3. Im Crashtest zeigt der New 500 große Mängel

Beim Facelift für den 500 hat Fiat jedes unnötige Risiko vermieden, der künftig als Fiat New 500 angebotene Kult-Kleinwagen bleibt sich weitesgehend treu. Auf den Genfer Autosalon 2017 (9. bis 19. März) zeigt Fiat ein Sondermodell, beim EURONCAP-Crashtest enttäuscht der Kleinwagen allerdings.

2017 feiert der historische Fiat 500 den 60. Geburtstag und den feiert der Kult-Klassiker auf dem Genfer Autosalon 2017 (9. bis 19. März) mit einem Sondermodell des aktuellen Fiat New 500. Zur Ausstattung des Sondermodells gehören dabei unter anderem die Zweifarben-Lackierung und spezifische 16-Zoll-Leichtmetallräder angelehnt an den Nuova Cinquecento von 1957. Oben drauf gibt es weitere Ausstattungsmerkmale wie die Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein hochwertiges Audiosystem, getönte Fensterscheiben hinten, Regen- und Dämmerungssensor sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit integrierter Geschwindigkeitsbegrenzung. Den nur in limitierter Stückzahl gebauten Sondermodell zur Seite steht der Fiat 500S, die sportliche Serienversion derBaureihe. In Genf ebenfalls erstmals zu sehen: Die Ausstattungsvariante S-Design, die ab sofort auch die Baureihen Fiat Tipo und Fiat 500X ergänzen wird.

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New 500 Sondermodell auf Genfer Autosalon 2017

Weil man bei einer Überarbeitung des Fiat 500 vieles falsch und kaum etwas richtig machen kann, ließ Fiat es lieber ganz bleiben und schickte deshalb im Sommer 2015 den Fiat New 500 ins Rennen, der sich vom aktuellen Cinquecento selbst auf den zweiten Blick kaum unterscheidet. Wo andere nach immerhin schon acht Jahren ein ganz neues Modell auf die Räder stellen, gab es bei den Italienern deshalb nur ein Mini-Facelift und die größte Änderung verbarg sich im Namen. Denn was da zu Preisen ab 12.250 Euro für das geschlossene Modell und 14.750 Euro für das Cabrio im Sommer 2015 zu den Händlern rollte, wurde einfach als Fiat New 500 verkauft. Als Unterscheidungsmerkmal dienten von außen fast ausschließlich die Leuchten. Denn die haben vorne eine LED-Signatur fürs Tagfahrlicht und hinten eine dezent aufgefrischte Grafik, die als Kern der Rückleuchten noch einmal die Farbe des Blechs aufnimmt. Wenigstens ein bisschen größer waren die Änderungen im Innenraum.

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Das Facelift des Fiat 500 bleibt dezent

Zwar blieb es auch dort bei den bekannten Formen und Farben. Doch zumindest zog im Cockpit der neueste Stand der Technik ein: Im Zentralinstrument hinter dem Lenkrad gab es jetzt – wie bislang nur bei der amerikanischen Elektrovariante – einen großen farbigen Bildschirm und zwischen die Lüftergitter in der Mitte pflanzten die Italiener auf Wunsch den Touchscreen ihres neuen U-Connect-Navis, mit dem man auch Smartphones besser integrieren kann. Kurz danach allerdings war mit den Modifikationen auch schon wieder Schluss. Ähnlich tiefgreifend waren die Anpassungen unter der Haube. Nur weil die Triebwerke künftig die Euro6-Norm erfüllen müssen, braucht man sie ja nicht gleich auszuwechseln oder ihr Setup zu verändern. Also gab es nach wie vor einen 1,2-Liter mit 69 PS im Basismodell und den 0,9-Liter-Zweizylinder mit 85 oder 105 PS. Etwas später kam der auch als Öko-Triebwerk mit einem vorzeigbaren CO2-Ausstoß von 89 g/km und dann brachte Fiat mit dem 95 PS starken Multijet-Motor auch wieder einen Diesel. Bekanntes Design, vertrautes Ambiente und bewährte Motoren: Bei so einer oberflächlichen Modellpflege ist Fiat wenigstens auch bei der Kostenrechnung konsequent – und verkauft den 500er einfach zum gleichen Preis wie bisher.

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Im Crashtest zeigt der New 500 große Mängel

Im puncto Sicherheit bleibt der Fiat New 500 allerdings auch 2017 weiterhin mangelhaft. Nach der Absolvierung des jüngsten Crashtest des EuroNCAP im Februar 2017 bekam der italienische Kleinwagen gerade mal drei Sterne und bewies, dass es bei ihm nicht nur an den Assistenzsystemen mangelte. So zeigte er vor allem beim Insassenschutz gravierende Schwächen, die sich etwa im Frontal-Crahs auf ein feststehendes Hindernis äußerten. So flutschte der Erwachsenen-Dummy auf der Rückbank unter dem Gurt hindurch, während gleichzeitig auf Schulterhöhe ein lebensgefährlicher Druck registriert wurde. Die Kinder-Dummys stießen beim Frontalaufprall mit dem Kopf gegen die Vordersitze oder zogen sich "schwere Verletzungen im Bereich des Nackens" zu. Ebenfalls wurde von der EuroNCAP bemängelt, dass einige Kindersitze im Fiat New 500 nicht ausreichend sicher installiert werden können. 

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