Dacia Duster dCi 110 4x4 (2014) im Einzeltest Eine ehrliche Haut

Als Allrad-Diesel versprüht das Billig-SUV aus Rumänien auch nach dem Facelift einen eher rauen Charme

Rein optisch wirkt sich das jüngst erfolgte Facelift beim Dacia Duster kaum aus. Von außen ist die geliftete Version praktisch nur an den geänderten Grafiken der Scheinwerfer und Rückleuchten sowie dem neu designten und mit Chromelementen aufgehübschten Kühlergrill zu erkennen. Das Cockpit präsentiert sich unter anderem wegen der neu gestalteten Rundinstrumente aufgeräumter, der neue Touchscreen ist einfach zu bedienen, aber etwas zu tief positioniert.

Während die Fensterhebertasten von der Mittelkonsole in die Türverkleidung gewandert sind, bleiben andere Bedienelemente nach wie vor ungünstig platziert. Dazu zählen die Hupe im Blinkerhebel sowie die unter der Handbremse versteckte Außenspiegeleinstellung.

 

KRÄFTIGER, LAUTSTARKER DIESEL

Von der verbesserten Geräuschdämmung des Dacia Duster ist im Fall der 110 PS starken Top-Dieselmotorisierung nicht allzu viel zu spüren. Akustisch lässt der Selbstzünder zu keiner Zeit Zweifel an seiner Arbeitsweise aufkommen. Dafür entschädigen die gebotenen Fahrleistungen, man kann locker im Verkehr mitschwimmen, und der Verbrauch bleibt mit 7,4 l/100 km im Rahmen, auch weil der Duster im 2WD-Modus nur Vorderradantrieb hat.

Die Höchstgeschwindigkeit (168 km/h) könnte hingegen etwas höher ausfallen. Das komfortabel abgestimmte Fahrwerk bietet bei diesem Tempo noch  Sicherheitsreserven. Auch die Bremsen packen kraftvoll zu. Der dCi 110 ist nur für die zwei höheren der vier Ausstattungen zu haben. In der Top-Version Prestige sind Alu-Räder, Leder, Multimediasystem, Einparkhilfe und Tempomat Serie. Inzwischen durchaus gängige Assistenzsysteme oder Optionen wie Xenon-Licht sucht man bei Dacia aber weiter vergeblich.

Unser Fazit

Das Facelift hat dem Duster gutgetan. Sanft überarbeitet ist das günstige SUV wertiger und damit noch attraktiver

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