100 Jahre Audi – Die Feier, die Autos, die Köpfe Im Zeichen der vier Marken

17.12.2009

Mit zwei Weltpremieren, einer Uraufführung und viel Prominenz feierte Audi am Donnerstag abend seinen 100. Geburtstag

Der Vorstandsvorsitzende von Audi, Rupert Stadler, begrüßte 1800 Gäste unter freiem Himmel. Zum Gratulieren kamen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel drei Ministerpräsidenten: Günther Oettinger aus Baden-Württemberg, Horst Seehofer aus Bayern und Christian Wulff aus Niedersachsen.

Der VW-Aufsichtsratschef und frühere Audi-Boss Ferdinand Piech war da und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. VW-Chef Martin Winterkorn gratulierte seinem Nachfolger im Amt. Stadler hatte den obersten Posten bei Audi 2007 von Winterkorn übernommen.

Für das Jubiläum hatte Audi bei Leslie Mandoki eine Symphonie in Auftrag gegeben, die „Neue Philharmonie Frankfurt“ unter Leitung von Paul Momberger übernahm die Uraufführung.

Klicken Sie auch in unser Timo Scheider Bilder-Puzzle rein:
» Wie schnell bringen Sie DTM-Meister Timo Scheider wieder in Form?

Weltpremiere hatte der A5 Sportback. Das dritte Modell der A5-Reihe nach Coupé und Cabrio wird im September auf den Markt kommen.  Die zweite Weltpremiere hat keinen Motor und kann auch nicht fahren. Pianist Lang Lang präsentierte den Audi Design Flügel. Der Konzertflügel wurde im Audi Design Studio München entworfen und soll künftig bei Konzerten zum Einsatz kommen. Moderator Thomas Gottschalk, der durch den Abend führte, setzte sich zu einem kurzen Gespräch zu dem chinesischen Starpianisten an den Audi-Flügel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrer Rede: „Audi ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Es macht Spaß, dass wir solche Firmen wie Audi hierzulande haben.“

Audi-Chef Stadler beschwor in seiner Rede den Erfindungsgeist und den Eigensinn der Audi-Mitarbeiter: „Ein Audianer hat seinen eigenen Kopf und eine Vorliebe für originelle Lösungen.“ Eine These, an der was dran ist, schließlich wurden der Audi 100 und der Audi quattro zunächst ohne Genehmigung des VW-Vorstandes entwickelt.

Auch in Zukunft werde man sich laut Stadler „extrem mit dem Produkt auseinandersetzen“, denn Audi sei auf dem Weg, eine Signaturmarke zu werden. Dazu gehören laut Stadler ein emotionales,  einzigartiges Design, eine Top-Technik und ein Audi-typisches modernes Innenleben.

„Quattro-Antrieb, TDI und Aluminium-Leichtbau waren wichtige Meilensteine“, sagte der Audi-Vorstandsvorsitzende, der einer Frau die Schuld gab, dass er heute bei Audi arbeitet. An die Adresse der Rallyefahrerin Michèle Mouton sagte er: „Schon als Kind habe ich mitgefiebert, wenn Sie mit vollem Einsatz unsere Rallye-Autos über die Pisten gejagt haben“. Michèle Mouton gewann als erste Frau eine Rallye-Weltmeisterschaft.

Ein Signal sandte Stadler an junge Menschen: Audi will im Jubiläumsjahr 100 zusätzliche Auszubildende einstellen. Doch zunächst wurde im Audi Forum gefeiert. „Ich denke, dass bei Audi das auch ganz gut können“, sagte Stadler zum Schluss seiner Rede. aof

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Warum August Horch mit Audi seine zweite Autofirma gründete und wie die vier Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer zusammenkamen

Audi feiert in diesen Tagen das 100-jährige Jubiläum. Die Ingolstädter beziehen sich also auf 1909, das Jahr, in dem Audi gegründet wurde. Die Marken, die später unter Auto Union zu den vier Ringen beitrugen, gab es zum Teil schon länger.

Zentrale Figur in der Audi-Geschichte ist August Horch. Der Ingenieur wurde am 12. Oktober 1868 in Winningen/Mosel geboren. Nach einer Ausbildung als Schmied studierte er am Technikum in Mittweida, ging 1896 zu Benz in Mannheim und leitete dort den Motorwagenbau – bis er 1899 seine eigene Werkstatt in Köln gründete. In Köln fuhr auch der erste Horch, bevor die Firma ihren Sitz wechselte und nach Reichenbach im Vogtland ging.

Klicken Sie auch in unser kostenloses Design-Zitronen Foto-Quiz rein:
» Welche Auto-Flops passen zueinander? Probieren Sie es aus!

Weil Horch die 1904 in Zwickau gegründeten Horch Motorenwerke im Streit verließ, musste er sich für seine neue Firma einen neuen Namen überlegen. Der Sohn seines Geschäftspartners Franz Fikentscher hatte die Idee, das Verb horch ins lateinische zu übersetzen: Audi. Der neue Name wurde 1910 ins Handelsregister eingetragen. Die Firma selbst bestand schon seit 1909. Bekannt wurde die neue Marke mit drei Siegen bei der Österreichischen Alpenfahrt. Horch zog sich nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Unternehmen zurück.

Audi baute 1921 mit dem Typ K das erste linksgelenkte Auto in Deutschland. Im August 1928 übernahm Jörgen Skafte Rasmussen, Besitzer der Zschopauer Motorenwerke/DKW, die Mehrheit an der Audi AG. Vier Jahre später schlossen sich Audi, Horch und DKW zur Auto Union AG zusammen. Vierte Marke im Bund war Wanderer, Sitz des neuen Konzerns wurde Chemnitz.

Künftig baute DKW Kleinwagen und Motorräder, Wanderer war Mittelklasse und Audi leicht darüber. Horch baute Luxusautomobile. Die Auto Union entwickelte sich zum erfolgreichen Vollsortimenter.
Andreas Of

Der letzte Audi lief 1940 vom Band – erst ein Vierteljahrhundert später sollte es wieder ein Auto dieser Marke geben. Wie es zur Wiedergründung von Audi kam, lesen Sie im zweiten Teil der Audi-Historie:

» Audi-Historie 1965 bis 2009: Quattro, Alu, TDI – Die Technik des Aufstiegs von Audi

AUTO ZEITUNG

Tags:
Severin Elektrische Kühlbox
UVP: EUR 123,99
Preis: EUR 65,15 Prime-Versand
Sie sparen: 58,84 EUR (47%)
Nulaxy FM Transmitter
 
Preis: EUR 22,99 Prime-Versand
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.