«Mr. Norisring» Green sieht sich nicht als Favorit

27.06.2015

Jamie Green ist «Mr. Norisring». Viermal hat der Brite das Rennen auf dem einzigen Stadtkurs im DTM-Rennkalender schon gewonnen. Doch der Gesamtführende sieht sich nicht als Favorit für das Wochenende.

Nürnberg (dpa) - Die Favoritenrolle schob der Rekordsieger und Gesamt-Spitzenreiter Jamie Green vor dem DTM-Lauf auf dem Norisring weit von sich.

«Das hier ist eine komplett andere Strecke. Hier kann jeder gewinnen - meine Siege aus der Vergangenheit spielen keine Rolle», sagte der Audi-Fahrer vor dem Samstags-Rennen auf dem einzigen Stadtkurs im Kalender des Deutschen Tourenwagen Masters. Der Brite hat die Wettfahrt auf dem nur 2,3 Kilometer langen Kurs über öffentliche Straßen noch als Mercedes-Pilot schon viermal gewonnen.

Seine bisherigen drei Siege in der Saison 2015 könnten «Mr. Norisring» nun aber den fünften Erfolg in Nürnberg kosten. Denn: «Unser Auto ist sehr schwer.» Ursache für den Unterschied zur Konkurrenz sind die Performance-Gewichte, die die besten Fahrer zuladen müssen. Zwischen Green und den leichten BMW liegen 32,5 Kilogramm. «Simulationen haben gezeigt, dass wir rund drei Zehntel langsamer unterwegs sein könnten als das leichteste Auto im Feld.»

Auch am Sonntag beim sechsten Saisonlauf ist Greens Auto noch so schwer. Im zweiten freien Training am Freitagabend reichte es dennoch zu Rang fünf. Zur Spitze fehlten ihm als bestem Audi-Fahrer aber nur 0,045 Sekunden.

Bestzeit fuhr Mercedes-Mann Gary Paffett, er unterstrich damit die Ambitionen der Schwaben. «Es wäre schon sehr schön, wenn unsere Serie mit Mercedes hier halten würde», sagte Vorjahressieger Robert Wickens. Seit 2003 sind die Stuttgarter auf dem Norisring ungeschlagen. Die fast ausschließlich langsamen Kurven kommen dem Fahrzeugkonzept des aktuellen C63 entgegen.

Nach zwei nicht zufriedenstellenden Wochenenden hofft BMW in Nürnberg auf eine Trendwende. Hoffnungen setzen die Bayern auch auf andere Reifen. In den ersten Rennen hatte Hersteller Hankook unangekündigt noch schwerere Pneus ausgeliefert, als das in der vergangenen Saison der Fall war. Insbesondere BMW und Mercedes hatten damit Probleme.

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